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MOTODROM 2026 3
LIEBE GÄSTE, FREUNDE
UND FANS DES
HOCKENHEIMRINGS,
der Hockenheimring ist weit mehr
als nur eine Rennstrecke – er ist
das Herz und das Aushängeschild
unserer Stadt. Seit seiner Eröff
nung 1932 hat er Hockenheim welt
weit bekannt gemacht und prägt
unsere schöne Stadt bis heute. Ja,
Hockenheim ist nicht nur Renn
stadt, doch tief in unseren Herzen
wird für immer das Feuer des Motor
sports brennen. Denn egal, ob legen
däre Formel-1-Rennen in früheren
Jahrzehnten, packende DTM-Finals,
historische Rennveranstaltungen –
der Hockenheimring und seine Ge
schichte sind ein bedeutender und
untrennbarer Teil unserer Identität
als Stadt.
Bild: © Stadtverwaltung Hockenheim | Fotograf: Frank Seifert
Nicht nur dank des Motorsports,
sondern auch durch die zahlrei
chen Groß-Events der Musikbran
che steht der Ring für Emotionen,
Adrenalin, Gemeinschaft und un
vergessliche Momente. Auf dem
Gelände des Rings versammeln
sich jedes Jahr zehntausende Fans,
um gemeinsam Neues zu erleben,
eine fantastische Zeit zu genießen
und Erinnerungen zu schaffen.
Auch 2026 steckt der Eventkalender
des Hockenheimrings voller High
lights: Die ADAC Hockenheim His
toric im Mai versetzt uns zurück in
die goldene Ära des Motorsports.
Die NitrOlympX im August bringen
Nitro-Feuer und Driftspektakel auf
den Asphalt und das große DTM-
Finale im Oktober krönt traditionell
die Saison. Dies ist nur ein kleiner
Auszug aus der endlosen Liste an
Events für Fans und solche, die es
werden wollen.
Rekorde werden nicht nur bei Be
sucherzahlen und im Motorsport er
zielt, sondern auch beim sportlichen
Ehrgeiz. Bei der siebten Auflage
der Ring Running Series wurde Ende
2025 ein Teilnehmerrekord verzeich
net. Kann es eine bessere Strecke
für Läuferinnen und Läufer geben,
um Gas zu geben, als eine Renn
strecke, auf der bereits Motorsport-
Geschichte geschrieben wurde?
Am Hockenheimring ruht man sich
auf diesen Erfolgen jedoch nicht
aus, sondern arbeitet stetig daran,
seinen Besucherinnen und Besu
chern auch weiterhin Top-Events
zu bieten. Ein ganz besonderer
Meilenstein war hier die Nachricht,
dass das GLÜCKSGEFÜHLE Festival
seinen Vertrag mit dem Hocken
heimring langfristig verlängert hat –
und zwar bis 2035! Damit bleibt
eines der spektakulärsten Open-
Air-Musik-Events Deutschlands fest
in Hockenheim verankert und be
schert uns allen weiterhin unver
gessliche Glücksmomente mit Top-
Acts, bombastischer Stimmung und
purem Lebensgefühl. Es erfüllt mich
mit großem Stolz, dass ein solches
Mega-Event seinen Ursprung in
Hockenheim hat und uns so zur
Stadt mit den größten Glücksge
fühlen macht. Mir zeigt es einmal
mehr: Der Hockenheimring steht
für echte Event-Power!
In dieser MOTODROM INSIGHT er
fahren Sie mehr über diese großar
tigen Events, die Hintergründe über
die Strecke und können einen Blick
in die Zukunft werfen. Viel Spaß
beim Lesen!
Ihr
Marcus Zeitler
Oberbürgermeister
der Stadt Hockenheim
GRUSSWORT
4 MOTODROM 2026
LIEBE FREUNDE
DES HOCKENHEIMRINGS,
mit Freude blicken wir auf eine
überaus erfolgreiche Saison 2025
zurück. Stark besuchte Events,
mitreißender Rennsport und ein
begeistertes Publikum haben ein
drucksvoll gezeigt, dass unsere Mi
schung aus Tradition, Innovation
und Erlebnis den Nerv der Zeit
trifft. Besonders erfreulich ist, dass
immer mehr junge Fans den Hocken
heimring für sich entdecken – und
das nicht nur durch das einzigartige
GLÜCKSGEFÜHLE Festival.
Genau hier setzt unser neues Format
Young TGP Hockenheimring an, das
sich klar an eine junge Zielgruppe
richtet: Hier verschmelzen Truck
Racing, historische Rennsportkultur,
elektronische Musik, Technologie
und Nachwuchsförderung zu einem
energiegeladenen Mix. Die TGP-
Meisterschaft feiert ihre Weltpre
miere im Mai als erstes nationales
Truck-Racing-Format im Motodrom.
Zu den großen Fixpunkten der Saison
2026 zählt das packende Finale der
DTM, das mit seiner Nähe zu den
Fans und hochkarätig besetzten
Starterfeldern für Gänsehaut-Mo
mente sorgt, sowie die neue EURO
MOTO, die auf der Tradition der In
ternationalen Deutschen Motorrad
meisterschaft (IDM) aufbaut und
diese in ein modernes, europäisches
Format überführt. Hinzu kommen
etablierte Highlights wie die ADAC
Hockenheim Historic, die NitrOlympX,
spektakuläre GT- und Tuning-Events,
der BASF FIRMENCUP sowie vielfäl
tige Trackdays und Markenveranstal
tungen, die den Hockenheimring
beinahe ganzjährig zur Bühne für
Geschwindigkeit und Emotion ma
chen.
Parallel dazu treiben wir die bauliche
und strukturelle Weiterentwicklung
unserer Anlage und des Unterneh
mens konsequent voran. Im letzten
Jahr wurden die Rahmenbedingun
gen für wichtige Baumaßnahmen
geschaffen, sodass bereits in die
sem Jahr der Restaurantbereich des
bestehenden Hotel Motodrom einen
intensiven Umbau zu einem Motor
world Inn erleben wird – einem le
bendigen kulinarischen Treffpunkt
für Automobil-Enthusiasten, Gäste
und Partner. Das Einrichtungskon
Bild: © Hockenheim-Ring GmbH | Fotograf: Frank Seifert
Jochen Nerpel (li.) und Jorn Teske (re.)
Jochen Nerpel
Jorn Teske
Geschäftsführer der
Hockenheim-Ring GmbH
zept des komplett umgestalteten
Restaurants ist zugleich ein viel
versprechender Vorgeschmack auf
die Motorworld, die inklusive eines
neuen Hotels in naher Zukunft an
der Südtribüne entstehen wird und
den Hockenheimring um einen spek
takulären Erlebnisbaustein berei
chert. Weitere spannende Projekte
zur Stärkung des Standortes wer
den folgen.
Der Hockenheimring wandelt sich –
und bleibt sich doch treu. Tradition
und Weiterentwicklung fügen sich
zu einem zukunftsorientierten Ge
samtbild, das alle Generationen von
Fans sowie die automobilverbunde
ne Geschäftswelt gleichermaßen an
spricht. Wir freuen uns darauf, ge
meinsam mit Ihnen eine weitere
Saison voller Emotionen, sportlicher
Höhepunkte und unvergesslicher
Momente zu erleben.
Wir wünschen Ihnen viel Freude
mit dieser Ausgabe von MOTODROM
INSIGHT und eine faszinierende
Saison auf dem Hockenheimring
Baden-Württemberg.
Herzlich
GRUSSWORT
MOTODROM 2026 5
SERVICE
81 Ticketshop
82 Streckenplan
85 Zahlen und Fakten
86 Impressum
MOTORSPORT
8 ADAC Hockenheim Historic
16 DTM
22 NitrOlympX
29 Young TGP Hockenheimring
30 Hockenheim Classics
32 EURO MOTO
34 International GT Open
36 ADAC Racing Weekend
EVENTS
38 MEET THE RING
40 GLÜCKSGEFÜHLE Festival
44 BASF FIRMENCUP
47 Ring Running Series
48 VETERAMA
50 e4 TESTIVAL
51 ADAC e-competition
52 Formula Student Gemany
54 Fit on Track
29
16
54
40
70
AUF DEM RING
55 Touristenfahrten
56 Gewinnspiel
58 Motorsportgeschichte
am Handgelenk
61 F1 Exhibition in München
62 Gas geben
für den guten Zweck
64 Ring-Fotograf Torsten Karpf
68 BMC –
Track Day & Hubraum Treffen
70 Motorworld Inn
75 Locations digital erleben
77 Ring-Momente
79 AvD –
German Simracing Masters
80 Partner und Sponsoren
INHALT
DISCOVER
ENGLISH
CONTENT
27
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MOTODROM 2026 7
HIGH
LIGHTS
26
27.–29.03.
DMV Goodyear Racing Days
04.04.
DMV 1000 km Hockenheim
11.04.
Tuning Masters – Season Open
18.–19.04.
Preis der Stadt Stuttgart
24.–26.04.
VETERAMA
01.–03.05.
ADAC Racing Weekend
08.–10.05.
ADAC Hockenheim Historic
16.–17.05.
Young TGP Hockenheimring
06.06.
MEET THE RING –
DAS AUTOFESTIVAL
09.06.
BASF FIRMENCUP
12.–13.06
Dörr Group Days
04.07.
HEIZR RACING DEPT.
14.–16.08.
Formula Student Germany
21.–23.08.
NitrOlympX –
Drag Racing EM
03.–06.09.
GLÜCKSGEFÜHLE Festival
11.–13.09.
International GT Open
18.–20.09.
Hockenheim Classics
25.–27.09.
EURO MOTO – Finale
03.–04.10.
ADAC Racing Weekend
09.–11.10.
DTM – Finale
16.–18.10.
e4 TESTIVAL
17.–18.10.
ADAC e-competition
23.–25.10.
DMV 1000 km Rennen –
Super Touring & GT
21.11.
Ring Running Series –
Halbmarathon und Marathon
NEU
8 MOTODROM 2026
MOTORSPORT
ADAC HOCKENHEIM HISTORIC
Legenden
der Rennstrecke
Wenn sich der lange Winter dem Ende zuneigt, ist das nicht nur eine gute Nachricht für die
hiesige Flora und Fauna, sondern auch für die Motorsport-Fans: Denn mit der ADAC Hocken-
heim Historic – Das Jim Clark Revival steht vom 8. bis 10. Mai 2026 eines der ersten
Saisonhighlights auf dem Hockenheimring vor der Tür.
MOTODROM 2026 9
Die Veranstaltung hat sich von einem Randevent für
eingefleischte Puristen zu einem echten PS-Volksfest
entwickelt: Zur 20. Austragung des Jim Clark Revivals
pilgerten im vergangenen Jahr an den drei Veranstal
tungstagen mehr als 45 000 Zuschauer ins badische
Motodrom, um sich dem unverfälschten Genuss von
Optik, Sound und Geruch glorreicher Rennsport-Tage
hinzugeben. Wer an große europäische Classic-Events
denkt, der denkt zuerst an Goodwood und die ADAC
Hockenheim Historic.
Auch die diesjährige Auflage des Jim Clark Revivals,
das wie immer im Zeichen des Gedenkens an den am
7. April 1968 auf dem Hockenheimring tödlich ver
unglückten zweimaligen Formel-1-Weltmeister steht,
wartet mit einem attraktiven, abwechslungsreichen
Programm auf. Zwölf Rennserien mit rund 500 Teil
nehmern haben sich fürs zweite Mai-Wochenende
angesagt, wobei ein besonderer Fokus in diesem Jahr
auf den Touren- und Rennsportwagen liegt.
TOURENWAGEN-IKONEN UND
GROSSE NAMEN
Absolute Zuschauermagneten sind das DRM-Revival
und die Tourenwagen Goldene Ära. Hier finden sich
die kraftstrotzenden Boliden der legendären Deut
schen Rennsport-Meisterschaft (DRM) sowie die klas
sischen Tourenwagen der „alten“ DTM sowie der
Super-Tourenwagen-Meisterschaft (STW). Der Golden
Ära Classic Cup erweitert das Event zudem um ein ex
klusives Feld historisch bedeutender Porsche-Fahr
zeuge und macht die technische Entwicklung der
Marke aus Zuffenhausen auf prägnante Weise erlebbar.
Und es sind nicht nur die Fahrzeuge, welche die Fans
in ihren Bann ziehen. In den vergangenen Jahren
klemmten sich auch immer wieder Publikumslieblinge
wie Altfrid Heger, Olaf Manthey, Roland Asch, Kris
Nissen, Harald Grohs oder Kurt Thiim hinters Lenkrad
eines ihrer früheren Arbeitsgeräte.
Erstmals dabei und ein echtes Highlight der Veran
staltung ist das Class 1 Revival powered by CARBON.
Ältere Fan-Semester erinnern sich an die legendären
Asphalt-Schlachten großer Namen in den rund 500 PS
starken High-Tech-Rennern von Alfa Romeo, Mercedes-
Benz und Opel in den Saisons 1994 bis 1996. Nach
dem eine wahre Kostenexplosion zum Aus der „alten“
Klasse 1 geführt hatte, kam es im Jahre 2000 zu einer
Wiedergeburt der DTM – mit technisch simpleren, aber
nicht weniger eindrucksvollen V8-Boliden von Audi,
Mercedes und Opel. 2012 kehrte BMW in die DTM zu
rück, 2019 wechselte man von den klassischen Saugern
zu Turbomotoren. Im selben Jahr stieg Aston Martin
ein. Am Ende der Saison 2020 wurde die Klasse 1 leider
endgültig eingestampft.
Doch zahlreiche Renner aus dieser Zeit existieren
noch und werden bei der ADAC Hockenheim Historic
zu sehen sein – so etwa einer der 1995 vom Team
Rosberg eingesetzt wurde. Oder ein BMW E36 aus
dem Jahr 1993, gefahren von Tourenwagen-Legende
Armin Hahne. Die „neue“ DTM ist mit mehreren Fahr
zeugen von Audi, Opel und Mercedes vertreten. Ein
BMW M4 des Jahrgangs 2020 repräsentiert die moder
ne Turbo-Ära der Klasse 1, während der Ford Mustang
V8 aus der Saison 1994 eher das Gegenteil darstellt.
10 MOTODROM 2026
MOTORSPORT
FORMELSPORT VON DEN ANFÄNGEN
BIS ZUR MODERNE
Doch auch die Anhänger klassischen Formelsports
kommen bei der ADAC Hockenheim Historic voll auf
ihre Kosten. Zur „Stammkundschaft“ des Events ge
hört die Historic Racecar Association, die mit ihren
Formelfahrzeugen der verschiedensten Klassen den
„ADAC Graf Berghe von Trips Pokal“ austrägt und da
mit des 1961 beim Großen Preis von Italien in Mon
za tödlich verunglückten Rheinländers Wolfgang Graf
Berghe von Trips gedenkt. Die BOSS GP ist die Spiel
wiese für die moderneren Formel-Boliden ab den
80er- bis hinein in die 2000er-Jahre.
Mit der Lurani Trophy und der DMV Formel Vau stehen
zudem die Reminiszenzen an zwei der erfolgreichsten
und beliebtesten Nachwuchs-Formelklassen des ver
gangenen Jahrhunderts auf dem Programm. Ist die
Lurani Trophy das Sammelbecken für die Formel Junior,
gilt die Formel Vau als eine der genialsten Ideen des
früheren Porsche-Rennleiters Huschke von Hanstein.
Was 1965 mit 34 PS und an Badewannen erinnernde
Rohrrahmen-Chassis von Beachcar und Formcar be
gann, entwickelte sich über die Jahre zu ausgefeilten
Monoposti, die mit ihren wassergekühlten 1600er-
Motoren aus den Baureihen Passat/Golf/Scirocco bis
zu 180 PS erreichten. 1982 war Schluss mit der Erfolgs
geschichte Formel Vau. Beiden Kategorien gemein ist
der Umstand, dass sie unzählige große Namen, inklu
sive mehrerer Formel-1-Weltmeister wie etwa Jochen
Rindt, Niki Lauda oder Keke Rosberg hervorgebracht
haben.
Der Raceclub Germany wird mit einer eindrucksvollen
Auswahl klassischer GP-, Formel- und Sportfahrzeuge
vertreten sein und dabei Motorsportleidenschaft pur
demonstrieren. Als weiteres Highlight präsentiert
Team FNT ausgewählte Performance-Fahrzeuge, dar
unter 2000er Formel-1-Boliden, im Rahmen spezieller
Präsentationsfahrten.
Neben den historischen Rennklassen bei der ADAC
Hockenheim Historic gibt es auch in diesem Jahr
wieder einen Sprung in die Moderne. Die Gebhardt
Ginetta Nordic Championship, die bei der Veranstal
tung ihr Deutschland-Debüt feiert, ist ein ideales
Sprungbrett für alle jungen Piloten, die in die höheren
GT-Klassen aufsteigen möchten – aber nicht nur: Auch
ein gewisser Lando Norris verdiente sich seine ersten
Sporen zu Hause in Großbritannien in einem Ginetta
G40. Der kompakte, 850 Kilogramm leichte GT-Sport
wagen verfügt über eine vollständig aus Glasfaser
gefertigte Karosserie und einen 165 PS leistenden
Motor aus dem Hause Ford. Alle Autos sind technisch
identisch, mit verplombten Motoren und Getrieben,
sodass ausschließlich das fahrerische Können den
Ausschlag gibt.
Außerdem geht der VELOM Watches Sportscar Supercup
supported by Interwetten SCC an den Start – eine
attraktive Plattform für GT- und Sportwagen, die mit
packenden Zweikämpfen und markenübergreifender
Vielfalt begeistert.
MOTODROM 2026 11
ADAC HOCKENHEIM HISTORIC —
DAS JIM CLARK REVIVAL
8. bis 10. Mai 2026
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PS-FESTIVAL AUF UND NEBEN DER STRECKE
Die ADAC Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival
lockt aber nicht nur mit einem tollen Programm auf
der Rennstrecke. Die Aktionsfläche an der Osttribüne
wird am Samstag und Sonntag zum Treffpunkt für
zahlreiche Markenclubs und die ADAC Erlebniswelt
begeistert mit vielfältigen Attraktionen und Mitmach
aktionen Groß und Klein. Im Kongress-Pavillon findet
eine exklusive Sonderausstellung mit zahlreichen
Originalexponaten rund um Jim Clark und das Team
Lotus statt. Das Boxendach verwandelt sich erneut in
eine vielseitige Erlebnisfläche: Auf 4 000 Quadrat
metern präsentieren sich den Besuchern zahlreiche
Stände und Ausstellungen. Bei Sonderführungen
kann man einen Blick hinter die Kulissen wagen. Und
wer durchs Fahrerlager spaziert, wird sicherlich dem
einen oder anderen großen Namen aus der Motor
sport-Welt über den Weg laufen. Autogramm- oder
Fotowünsche werden traditionell gerne erfüllt.
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12 MOTODROM 2026
MOTORSPORT
„Die Stimmung
„Die Stimmung
in Hockenheim
in Hockenheim
war
war immer
mmer
gigantisch!
gigantisch!“
Manuel Reuter
MOTORSPORT
CLASS ONE REVIVAL
POWERED BY CARBON
ZU GAST BEI DER ADAC HOCKENHEIM HISTORIC
12 MOTODROM 2026
Bild: © Opel Motorsport
MOTODROM 2026 13
Die Klasse 1 der Jahre 1994 bis 1996 nimmt in der
großartigen Historie der DTM, aus der dann die
International Touring Car Championship (ITC) entstand,
einen besonderen Platz ein. Der Kampf zwischen Alfa
Romeo, Mercedes-Benz und Opel sowie große Namen
wie Alessandro Nannini, Nicola Larini, Christian Danner,
Klaus Ludwig, Bernd Schneider, Ellen Lohr, Keke Ros
berg, JJ Lehto und Hans-Joachim Stuck ziehen die
Motorsport-Fans auch 30 Jahre später in ihren Bann.
Und natürlich ist da auch noch jener Mann, der als
Opel-Werkspilot die komplette Klasse-1-Zeit mitge
macht und sich mit dem Gewinn des ITC-Titels 1996
in den Geschichtsbüchern verewigt hat: Manuel Reuter.
„Die Klasse-1-Zeit war für jeden, der sie miterlebt
hat, eine besondere Epoche – sowohl für uns Fahrer
wie auch für die Techniker und die Fans“, erinnert
sich der gebürtige Mainzer, dessen DTM-Wurzeln noch
einige Jahre weiter zurückreichen. Er fuhr den Ford
Sierra Cosworth und den Mercedes 190E Evo – klassi
sche Tourenwagen, die mit dem, was dann ab 1994
folgen sollte, technisch nicht mehr viel gemein hatten.
„Sowohl der Cossie als auch der Mercedes waren ja
mehr oder weniger von Straßenfahrzeugen abgeleitete
Tourenwagen“, schildert Reuter. „Die Autos waren re
lativ simpel, mit H-Schaltung, im Verhältnis geringer
Motorleistung und wenigen Möglichkeiten beim Setup.
Du konntest Federn und Dämpfer einstellen, und das
war's im Wesentlichen.“
Schon mit dem Alfa-Einstieg 1993, als Larini, Nannini
und Co. im 155 V6 Ti 4x4 der deutschen Konkurrenz
von Mercedes sowie den privaten BMWs um die Ohren
fuhren, war klar, wohin der Hase lief. 1994 standen
nur noch reinrassige Klasse-1-Autos am Start. Und
die waren eine ganz andere Hausnummer. Das Ent
wicklungstempo war haarsträubend.
„Das Klasse-1-Reglement war sehr offen gestaltet,
die Ingenieure konnten sich hemmungslos austoben“,
erinnert sich Manuel Reuter. „Alfa und wir hatten
Allradantrieb, Mercedes konterte mit verschiebbaren
Gewichten am Unterboden. Mittels verstellbarer
Jalousien am Frontflügel und variabler Heckflügel
konnte die Aerodynamik beeinflusst werden. Es gab
elektronisch gesteuerte Differenziale und in Fahrt
einstellbare Stabilisatoren. Du konntest alles für
jeden Streckenabschnitt programmieren, Kurvenein
fahrt, Scheitelpunkt, Exit.“ Erschwerend hinzu kam
ein Reifenkrieg zwischen Michelin und Bridgestone.
Ständig kamen neue Mischungen zum Einsatz, getes
tet wurde ohne Unterlass.
Dazu die hochdrehenden, mehr als 500 PS starken
V6-Motoren, die eine Laufleistung von wenigen hundert
Kilometern hatten, bevor sie entweder in die Revision
mussten oder komplett hinüber waren. Obwohl die
Drehzahl zur Saison 1995 auf 12 000/min begrenzt
wurde, waren Motorschäden an der Tagesordnung.
Darauf reagierten die Ingenieure zwar durchaus mit
Arbeit an der Standfestigkeit, noch mehr aber mit
der Vereinfachung von Motorwechseln.
14 MOTODROM 2026
MOTORSPORT
MIT FLAGGEN UND FANFAREN
Speziell an Hockenheim hat Manuel Reuter die aller
besten Erinnerungen. Unvergessen sein Sieg im zwei
ten Lauf des Deutschland-Finales 1996, als sich die
ITC von den deutschen Fans verabschiedete, bevor es
zur Titelentscheidung nach Brasilien und Japan ging.
Dass Reuter nach der Zieldurchfahrt mitten auf Start
und Ziel aus seinem schwarzen Cliff-Calibra stieg und
sich von den Fans auf der vollbesetzten Haupttribüne
feiern ließ, war ein echter Gänsehautmoment – wenn
auch für den Protagonisten ein ziemlich teurer.
„10 000 Euro Strafe hat mir die FIA für die Nummer
aufgebrummt“, erinnert sich der spätere Champion
grinsend. „Aber das war’s wert!“
Hockenheim, betont Reuter, sei stets ein besonderer
Schauplatz gewesen: „Die Atmosphäre war einzigartig,
das ausverkaufte Motodrom, die Flaggenmeere, die
Fanfaren. Damals fuhren wir ja zwei Mal im Jahr in
Hockenheim. Und egal, ob kleiner Kurs oder die
Grand-Prix-Strecke mit den langen Waldgeraden, auf
denen wir damals schon mehr als 300 km/h erreich
ten – die Stimmung war immer gigantisch!“
Ambitionen, sich mal wieder hinters Steuer eines
Klasse-1-Rennwagens zu setzen, hat der heute
64-Jährige, der als Projektmanager für die Fahrer
betreuung und Nachwuchsförderung beim Haupt
Racing Team zuständig ist, indessen nicht. „Es ist
schön, zurückzuschauen. Ich stelle auch immer wieder
fest, dass selbst die Jungen, die damals teilweise
noch gar nicht auf der Welt waren, von der damalige
DTM und den tollen Autos fasziniert sind. Ich vermisse
nichts – aber es war eine unvergessliche Zeit.“
MOTORWECHSEL IN UNTER 3 MINUTEN
Seinerzeit wurden in der ITC/DTM am Sonntag zwei
Rennläufe über 100 Kilometer gefahren, unterbrochen
von einer nur 20-minütigen Reparaturpause. Es musste
also schnell gehen, wenn was schieflief. Im letzten
ITC-Jahr waren die Frontpartien aller Rennwagen
samt Motor und Getriebe am Chassis angeflanscht.
Gab’s ein Motor- oder Getriebeproblem, hieß es:
Schnellverschlüsse auf, Leitungen ab, alte Frontpartie
weg, neue Frontpartie drauf, Schnellverschlüsse zu,
und dann war der Kittel geflickt. Dauer eines Motor
wechsels: unter drei Minuten.
Dies alles führte dazu, dass die Kosten ins Uferlose
stiegen. Die Jahresbudgets knackten die dreistellige
Dollar-Millionengrenze. Der Versuch, die Geldvernich
tung zur Saison 1997 durch ein neues, deutlich abge
specktes technisches Reglement einzudämmen, kam
zu spät. Noch vor dem Saisonende 1996 erklärten Alfa
Romeo und Opel ihren Ausstieg. Es sollte drei Jahre
dauern, bis mit der Geburt der neuen DTM in der Saison
2000 wieder Klasse-1-Rennwagen durchs Hocken
heimer Motodrom dröhnten.
Bild: © Opel Motorsport
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16 MOTODROM 2026
MOTORSPORT
MOTORSPORT
DTM-FINALE
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16 MOTODROM 2026
MOTODROM 2026 17
Die DTM und der Hockenheimring Baden-Württemberg – eine unschlag
bare Kombination. Unzählige Male schon war der Grand-Prix-Kurs
Schauplatz großer PS-Schlachten in Deutschlands populärster Renn-
serie. Und dazu braucht man sich gar nicht lange zurückerinnern: Erst
im vergangenen Oktober entschied sich der dramatische DTM-Titel-
kampf 2025 wenige Meter vor der Zielflagge nach einem spektakulären
Überholmanöver in der Sachs-Kurve zu Gunsten von Ayhancan Güven,
der sich damit zum ersten türkischen DTM-Champion der Geschichte
krönte.
Auch wenn Güven in der Saison 2026 seinen Titel nicht verteidigen kann, weil
Porsche andere Pläne mit ihrem Werksfahrer hat, kündigt sich eine DTM-Saison
an, die es einmal mehr in sich hat. Die Vielfalt in der Rennserie lässt weiterhin
keine Wünsche offen. Rennfahrer aus neun Nationen, darunter drei ehemalige
DTM-Champions, fighten in den 16 Wertungsläufen um Güvens Nachfolge.
18 MOTODROM 2026
MOTORSPORT
DTM-ELITE 2026:
FAHRER, TEAMS, FAVORITEN
Mehr als 20 GT3-Rennwagen von acht verschiedenen
Herstellern stehen in der DTM 2026 am Start. Und
einer von ihnen kommt mit einem brandneuen Fahr
zeug: Lamborghini hat mit dem Temerario GT3 ein
ganz heißes Eisen im Feuer. Der jüngste Stier wird
nicht mehr vom bekannten 5,2-Liter-V10-Mittelmotor,
sondern einem neu entwickelten, ebenfalls vor der
Hinterachse verbauten 4-Liter-V8-Biturbo-Triebwerk
befeuert. Vier Lambos sind für die DTM 2026 ange
kündigt, je zwei eingesetzt vom Grasser Racing Team
(GRT) und Abt Sportsline. Für die österreichische
Mannschaft starten der DTM-Champion von 2024,
Mirko Bortolotti, und Nachwuchs-Ass Maximilian
Paul, bei den Kemptenern greifen Marco Mapelli und
Luca Engstler ins Lenkrad.
Das gegenteilige Konzept bringt der aktuelle Marken
meister an den Start. Der Mercedes-AMG GT3 ist das
deutlich älteste Fahrzeug im Feld – aber natürlich
auch das ausgereifteste. Mit dem Triumph beim 12-
Stunden-Rennen in Bathurst sowie dem GTD-Klassen
sieg bei den 24 Stunden von Daytona hat der Bolide
mit seinem bärenstarken 6,3-V8-Frontmotor direkt zu
Saisonbeginn bewiesen, dass er noch lange nicht
zum alten Eisen zählt. Mit Winward Racing und Land
graf Motorsport sorgen zwei mit allen Wassern gewa
schene Teams für den Einsatz der vier Mercedes-AMG
GT3, und auch die Fahrer Maro Engel, Jules Gounon
(Winward) sowie Lucas Auer und Tom Kalender (Land
graf) zählen zur ersten Liga des GT-Rennsports.
In einer leicht modifizierten Konstellation geht Porsche
das Projekt „Fahrer-Titelverteidigung“ an. Das Team
Manthey EMA hat sein Aufgebot von drei auf zwei
Porsche 911 GT3-R reduziert, weiß aber mit dem
2023er-Champion Thomas Preining aus Österreich so
wie dem Schweizer Ricardo Feller zwei ausgewiesene
Top-Fahrer in seinen Reihen. Fellers letztjähriges Team
Land-Motorsport hat derweil die Farben gewechselt:
Statt des betagten Audi R8 LMS, der in dieser Saison
nicht mehr im DTM-Feld vertreten sein wird, kommt
nun auch in der Mannschaft des ehemaligen Porsche-
Asses Wolfgang Land ein Bolide aus Zuffenhausen
zum Einsatz. Gefahren wird der Renner mit dem im
Heck verbauten Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor
vom jungen Dänen Bastian Buus.
Die DTM-Meistermarke von 2022, BMW, steuert in
diesem Jahr einen kleinen, aber sehr feinen Kader
zum attraktiven Teilnehmerfeld bei. Die Oscherslebener
Mannschaft Schubert Motorsport setzte zwei der
mächtigen M4 GT3 ein. Die Fahrer repräsentieren mit
dem zweifachen DTM-Champion Marco Wittmann sowie
dem südafrikanischen DTM-Heimkehrer Kelvin van der
Linde ebenfalls die Crème de la Crème des interna
tionalen GT3-Sports.
Mit dem bulligen Ford Mustang GT3 hat sich das Haupt
Racing Team (HRT) in der vergangenen Saison auf
Anhieb in die Herzen der DTM-Fans gebollert. Der
bärenstarke 5,4-Liter-V8-Saugmotor ist nicht nur
akustisch eine echte Bereicherung des bunten DTM-
Teilnehmerfelds. Mit Arjun Maini hat die Truppe um
den ehemaligen DTM-Piloten Hubert Haupt auch den
einzigen indischen Piloten im Feld in ihren Reihen.
Mainis Teamkollege ist mit dem jungen Deutschen Finn
Wiebelhaus ein DTM-Rookie. Der 20-Jährige aus dem
hessischen Obertshausen gilt als echter Rohdiamant.
MOTODROM 2026 19
Im Vorjahr entschied Wiebelhaus als Champion des
ADAC GT Masters die „Road to DTM“-Wertung für sich
und schaffte damit den Sprung in die GT3-Top-Liga.
Keine Fragezeichen standen den gesamten Winter
über hinter der Besetzung der beiden McLaren 720S
GT3 Evo von Dörr Motorsport. Formel-1-, Indycar- und
DTM-Urgestein Timo Glock wird auch 2026 seine
enorme Erfahrung einbringen, um das junge Team mit
dem britischen Sportwagen an die DTM-Spitze zu füh
ren. Mit dem jungen Ben Dörr hat der Routinier einen
starken Teamkollegen in der eigenen Mannschaft.
Apropos britischer Sportwagen: Aston Martin hat sich
für die DTM-Saison 2026 nochmals verstärkt. Wie im
vergangenen Jahr stehen zwei jener Vantage GT3 am
Start, die in ihrer Debütsaison 2025 mit zwei Trai
ningsbestzeiten am Norisring (diese Pole wurde frei
lich nachträglich aberkannt) und beim Finale auf dem
Hockenheimring Baden-Württemberg Ausrufezeichen
gesetzt hatten. Aston-Martin-Werksfahrer Nicki Thiim
und der junge Nicolas Baert werden, ebenso wie ihr
Team Comtoyou Racing, alles daransetzen, um in die
sem Jahr nicht nur am Start, sondern auch im Ziel
ganz vorne zu stehen.
Und last but not least ist da ja noch jene Marke, wel
che die Herzen von Race-Fans weltweit höherschlagen
lässt: Ferrari! Das Team Emil Frey Racing wird in die
ser Saison mit zwei der wunderschönen 296 GT3 am
Start stehen. Als neuer Stallgefährte von Thierry Ver
meulen, dem Sohn des Managers des viermaligen For
mel-1-Weltmeisters Max Verstappen, stößt in diesem
Jahr der Italiener Matteo Cairoli zur Schweizer Mann
schaft.
20 MOTODROM 2026
MOTORSPORT
BOXENSTOPPS ALS SCHLÜSSEL
ZUM ERFOLG
Doch so stark die Fahrer und Fahrzeuge auch sind –
auf der Strecke entscheidet oft jede Sekunde, und
genau hier kommen die Boxenstopps ins Spiel. Die
Performance-Boxenstopps, einer im Samstags-, gar
zwei im Sonntagsrennen, können mitentscheidend
für Sieg oder Niederlage sein. Mit maximal sechs
Mechanikern, davon nur zwei reine Reifenwechsler
pro Fahrzeugseite, gilt es, alle vier Räder so schnell
als möglich zu tauschen. Die DTM Pitstop Challenge,
in die sämtliche Boxenstopps des Jahres eingehen,
ist unter den Teams heiß umkämpft. Im vergangenen
Jahr sicherte sich Winward Racing die begehrte
Trophäe, wobei die Crew aus Altendiez am Norisring
in 5,6 Sekunden den schnellsten Boxenstopp der
gesamten Saison hinzauberte.
DTM – FINALE
9. bis 11. Oktober 2026
www.dtm.com
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Damit ist schon jetzt Vorfreude auf das Saisonfinale
der DTM 2026 vom 9. bis 11. Oktober auf dem Hocken
heimring Baden-Württemberg angesagt. Wer für die
beiden Ein-Stunden-Rennen auf dem 4,5 Kilometer
langen Grand-Prix-Kurs auf ein echtes Herzschlag
finale und packende Action vom Start bis ins Ziel
wettet, sollte nicht auf allzu hohe Quoten hoffen.
Was immer so war, bleibt in der Regel auch so …
TICKETS AB 15 €
20 MOTODROM 2026